Geh, geh die Strasse...

 


Fast wie beim legendären Hauptmann von Köpenick

Heute am 21. Juni 2002 ist etwas ähnliches passiert, wie Anfang des vergangenen Jahrhunderts dem Schustergesellen Voigt in Berlin, welcher als sogn. Hauptmann von Köpenick in die Geschichte eingegangen ist.

Nicht, dass heute meine Lieblings-Cousine ihren 54. Geburtstag feiert, nicht nur, dass vor 54 Jahren die Währungsreform auf die DM erfolgte.

Nicht nur, dass ich heute meinen "letzten" Arbeitstag mit "Krawatte" hatte, als ich nach Hause kam, lag eine Mitteilung der Deutschen Post vor, dass ich ein Schreiben abholen solle. Gerichtet an BGR (Brigitte-Gabriele Rabea). Anhand des Aktenzeichens konnte ich erkennen, dass es vom AG in Dortmund sein muss. Der rechtsgültige Beschluss der Vornamensänderung.

Also auf zum Postamt, kurz umgezogen, es ist sehr heiß heute und sicherheitshalber die Akten vom Gericht eingesteckt. Ich vermutete schon, dass es auf der Post Schwierigkeiten geben wird. Ausweis wird verlangt, nur der Ausweis existiert noch nicht, das Schreiben, welches ich abholen will, legitimiert mich ja erst dazu. Sonst hatte das AG immer nur an G. geschrieben. Jetzt hat BGR, ist zwar richtig, aber vielleicht wie wie nachher sehen werden, nicht unbedingt sinnvoll.

Kurze Zeit später bin ich in der Innenstadt im Postamt. Riesenschlangen an jedem Schalter. Nach einigen Minuten komme ich dran, lege den Zettel vor, es wird der Ausweis verlangt. Ich lege den alten vor, doch der Postler will das Schreiben nur an BGR geben. ich mache ihn darauf aufmerksam, dass ich BGR bin und lege ihm die Akten vor. Tut ihm leid, aber kann das Schreiben nur BGR geben. BGR gibt es jedoch noch nicht. Die Legitimation dazu befindet sich ja im besagten Umschlag. Er könnte das Schreiben morgen erneut zustellen, allerdings würde das Gebühren kosten, mitgeben könne er es nicht. Ich frage nach seinem Vorgesetzten und er wird etwas einsichtiger. das Schreiben wird morgen ohne Zustellung nochmals zugestellt. (ohne zusätzliche Gebühren) Da heute Freitag ist, halb so schlimm, denn vor Montag kann ich nicht zum Einwohnermeldeamt gehen. Nur hoffentlich ist das Ding morgen wirklich im Briefkasten. Ansonsten kann sich die Post auf eine "dicke" Beschwerde einrichten, denn Köpenick ist fast 100 Jahre her, wir leben im 21. Jahrhundert und da tun Frauen etwas.

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